Du setzt dich morgens an Claude Code, arbeitest ein bisschen, und mittags ist das Limit leer. Wo das alles hingegangen ist, weißt du nicht.
Dafür brauchst du kein Extra-Tool. Claude Code hat zwei Befehle eingebaut: /usage zeigt dir, was dein Limit frisst, /doctor räumt auf. Beide kommen von Anthropic selbst.
Wohin dein Limit geht
Zwei Sachen fahren bei jeder Nachricht mit. Beide stehen so in der Kosten-Doku von Anthropic.
Claude Code schickt bei jeder Nachricht dein komplettes Gespräch noch mal mit. Läuft ein Chat seit heute früh, zieht auch die kleinste Frage den ganzen Verlauf hinter sich her.
Dazu kommt deine CLAUDE.md, also die Datei mit deinen Regeln für Claude. Sie wird bei jedem Start geladen und bleibt die ganze Sitzung drin, auch wenn du gerade an etwas ganz anderem arbeitest. Anthropic rät, sie unter 200 Zeilen zu halten und Anleitungen für einzelne Abläufe in Skills auszulagern. Skills laden erst, wenn du sie brauchst.
Befehl 1: /usage zeigt, was dein Limit frisst
Tipp /usage in einer laufenden Sitzung. Oben siehst du, wie voll dein Fünf-Stunden-Fenster und deine Woche sind. Hast du Pro, Max, Team oder Enterprise, steht darunter die Aufteilung:
- Aufteilung in Prozent: wie viel deines Verbrauchs auf Skills, Subagents, Plugins und einzelne MCP-Server ging. Subagents sind Helfer, die Claude für Teilaufgaben losschickt. MCP-Server sind die Apps, die du mit Claude verbunden hast.
- Warnungen: Macht ein Verhalten wie langer Kontext oder Cache-Misses 10 % oder mehr deines Verbrauchs aus, markiert
/usagedas und gibt dir einen Tipp dazu. Ein Cache-Miss passiert zum Beispiel, wenn du nach einer langen Pause weiterschreibst und Claude den ganzen Verlauf neu verarbeiten muss.
Mit d und w schaltest du zwischen den letzten 24 Stunden und den letzten 7 Tagen um. /cost und /stats öffnen denselben Befehl.
Zwei Einschränkungen: Die Zahlen sind laut Anthropic ungefähr und kommen aus den Sitzungen auf diesem Rechner. Was du auf claude.ai im Browser oder an einem anderen Gerät gemacht hast, steckt in der Aufteilung nicht drin. Und mit einem API-Key statt Abo gibt es die Aufteilung nicht.
Befehl 2: /doctor räumt auf
/doctor ist ein Check-up für dein Setup. Er schaut sich unter anderem an:
- Erweiterungen: Skills, MCP-Server und Plugins, die du kaum nutzt, gemessen an dem, was sie an Kontext kosten.
- Deine CLAUDE.md: Zeilen, die doppelt sind, Sachen, die Claude auch selbst aus dem Projekt ablesen kann, und Anweisungen, die immer mitgeladen werden. Die bietet er an, in Skills zu verschieben, die nur bei Bedarf laden.
- Installation: doppelte Installationen, kaputte Einstellungsdateien und ob es eine neuere Version gibt.
Er zeigt dir erst, was er gefunden hat, und fragt, bevor er etwas ändert. /checkup ist derselbe Befehl unter zweitem Namen.
Verwechsel ihn nicht mit claude doctor im normalen Terminal. Das prüft nur deine Installation und räumt nichts auf.
Der Weg mit dem Prompt
Oben auf dieser Seite steht ein Prompt. Starte Claude Code in dem Ordner, in dem du am meisten arbeitest, und kopier ihn rein.
Claude geht dann so vor:
- Claude bittet dich,
/usagezu tippen. Das musst du selbst machen, Claude kann diesen Befehl nicht für dich starten. Schalte mitwauf 7 Tage und kopier die Zeilen rein oder füg einen Screenshot ein. - Claude startet
/doctor./doctorist laut Anthropic ein eingebauter Skill, den kann Claude selbst aufrufen. Klappt das bei dir nicht, sagt Claude dir, dass du/doctorselbst tippen sollst. - Claude legt beides nebeneinander und macht dir eine Liste, sortiert nach dem, was am meisten bringt.
- Claude setzt nur um, was du freigibst.
- Claude sagt dir, welche Gewohnheit du ändern solltest, falls
/usagegewarnt hat.
Für den ganzen Durchlauf rechne mit etwa fünf Minuten, je nachdem, wie viel sich bei dir angesammelt hat.
Der Weg von Hand
Du willst lieber selbst tippen? Beides geht direkt in der Sitzung.
/usage
Mit w auf 7 Tage schalten und schauen, was oben steht. Steht ein MCP-Server oder Skill weit oben, den du kaum brauchst, ist das dein erster Kandidat.
/doctor
Durch die Funde gehen und nur das bestätigen, was du verstehst. Bei der CLAUDE.md lohnt es sich, genau hinzuschauen, was in Skills wandert.
Was du mit dem Ergebnis machst
Zeigt /usage eine Warnung für langen Kontext, ist die einfachste Gewohnheit /clear, sobald du zu einer anderen Aufgabe wechselst. Das startet die Sitzung frisch, und die nächste Frage schleppt den alten Verlauf nicht mehr mit. Anthropic empfiehlt, die Sitzung vorher mit /rename zu benennen, dann findest du sie mit /resume wieder.
Steht ein MCP-Server weit oben, den du nicht mehr brauchst, schaltest du ihn über /mcp ab. Bei MCP-Servern lohnt der Blick in /usage vorher. Laut Doku laden ihre Werkzeuge erst richtig, wenn Claude sie benutzt, und ihr Anteil zählt nur die Anfragen, in denen eines ihrer Ergebnisse steckte. Ein ungenutzter Server kostet also wenig, ein viel benutzter taucht oben auf.
Willst du deine CLAUDE.md gründlicher ausmisten als /doctor, inklusive der Sachen, die Claude sich über Monate selbst gemerkt hat, steht das in CLAUDE.md kürzen.
Eine Zahl, wie viel Limit du am Ende zurückbekommst, kann ich dir nicht versprechen. Das hängt davon ab, was sich bei dir angesammelt hat. Ruf /usage ein paar Tage später noch mal auf, dann siehst du, ob sich die Aufteilung verschoben hat.
Warum ich hier die eingebauten Befehle nehme
Es gibt gute Tools von GitHub, die deinen Verbrauch auswerten. CodeBurn zum Beispiel zeigt dir, welches Projekt und welches Modell am meisten frisst. Das kann /usage nicht, dafür ist CodeBurn eine starke Ergänzung.
Fürs Aufräumen nehme ich trotzdem die zwei eingebauten Befehle. Die baut Anthropic selbst und zieht sie bei Updates nach. Ein Beispiel aus der Doku: Bis Version 2.1.222 hat /usage MCP-Servern zu viel Verbrauch zugeschrieben, danach war das korrigiert. Bei einem Tool von GitHub hängt so etwas davon ab, ob jemand dranbleibt.
Mehr Befehle für Neugierige
/contextzeigt dir als farbiges Raster, was gerade im Kontext der Sitzung steckt./skill-doctorzeigt, was jeder deiner Skills an Kontext kostet und wie oft du ihn benutzt./insightsschreibt dir einen Bericht über deine letzten Sitzungen: woran du arbeitest, wo es hakt und was du anders machen könntest.
Was /usage zu Abo und Ausgabenlimit zeigt, steht in Claude Code Verbrauch und Kosten im Blick behalten. Alles zum Check-up selbst in /doctor: dein Setup in 5 Minuten aufräumen.
Newsletter
Willst du wissen, welche KI-Tools bei mir wirklich halten und welche nur Hype sind? Im Newsletter schicke ich dir, was ich getestet habe, bevor du deine Wochenenden damit verbringst.
Quellen
20. Oktober 2026. KI-Tools, Preise und Funktionen ändern sich schnell. Vor wichtigen Entscheidungen den aktuellen Stand direkt beim Anbieter prüfen.
Transparenz. Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden und von mir geprüft. Genau mit diesen Workflows arbeite ich, und genau die zeige ich hier.
Klau mein System
Das Setup, mit dem KI bei mir 80 % der Arbeit übernimmt. Im kostenlosen PDF: Projekt, Anweisung und fünf Vorlagen für Angebot, Kundenmail, Nachfassen, Posts und Wochenplan. Skills folgen.
Mein System holen