Alle reden gerade von Claude Code, aber kaum jemand zeigt dir, wie du sauber loslegst. Dabei sind es am Anfang nur drei Sachen, die wirklich zählen. Machst du die, bist du in etwa zehn Minuten weiter als die meisten, die schon Wochen rumprobieren.
Kurz, falls dir Claude Code nichts sagt: Das ist Claude, der direkt auf deinem Rechner läuft statt im Browser-Chat. Es kann in deine Dateien schauen, Sachen für dich bauen und Aufgaben erledigen, während du daneben sitzt und in normalem Deutsch sagst, was du willst. Hier sind die drei Schritte, mit denen du startest.
Das Wichtigste vorab
- Du brauchst keinen Entwickler-Hintergrund. Ein paar kurze Befehle zum Einrichten, danach redest du normal mit Claude.
- Alles läuft über dein Claude-Abo. Zum Ausprobieren reicht Pro. Die Handy-Steuerung am Ende ist da schon mit drin.
- Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Erst installieren, dann Gedächtnis geben, dann von überall erreichbar machen.
Schritt 1: Raus aus dem Browser, rein ins Terminal
Der erste Schritt ist der, vor dem die meisten zurückschrecken. Claude Code läuft nicht in einer App mit bunten Knöpfen, sondern im Terminal. Das ist das schwarze Fenster, in das man Befehle tippt. Ich weiß, das klingt nach Hacker. Ist aber halb so wild, sobald du es einmal gemacht hast.
Auf dem Mac findest du das Terminal über die Spotlight-Suche, einfach „Terminal” eingeben. Unter Windows nimmst du die PowerShell.
Einmalig brauchst du Node.js auf dem Rechner. Das ist ein kostenloses Grundprogramm, über das Claude Code läuft. Du holst es dir auf nodejs.org und installierst es wie jedes andere Programm.
Danach tippst du im Terminal diesen einen Befehl:
npm install -g @anthropic-ai/claude-code
Wenn das durchgelaufen ist, startest du Claude mit:
claude
Beim ersten Start meldest du dich mit deinem Claude-Account an. Das war es. Ab jetzt läuft Claude direkt auf deinem Rechner und wartet auf deine erste Aufgabe.
Schritt 2: Claude ein Gedächtnis geben mit /init
Frisch installiert weiß Claude noch nichts über dich und dein Projekt. Du müsstest bei jeder Frage von vorne erklären, worum es geht. Genau das nimmt dir der zweite Schritt ab.
Geh in den Ordner, an dem du arbeiten willst, starte darin Claude und tipp:
/init
Claude schaut sich jetzt den ganzen Ordner an und schreibt sich selbst eine Notiz. Die Datei heißt CLAUDE.md und ist sein Gedächtnis für dieses Projekt. Da steht drin, worum es geht, wie die Sachen aufgebaut sind und was es beachten soll.
Der Effekt ist größer, als er klingt. Ab dann weiß Claude bei jeder Frage, woran du arbeitest. Du musst den Kontext nicht mehr zehnmal wiederholen, und die Antworten passen von Anfang an besser. Diesen einen Befehl gleich am Anfang zu machen, ist der Unterschied zwischen „Claude rät” und „Claude kennt dein Projekt”.
Schritt 3: Deinen Rechner vom Handy steuern mit /rc
Der dritte Schritt ist mein Favorit, weil er sich anfühlt wie Zauberei. Du kannst Claude Code auf deinem Rechner vom Handy aus steuern.
Du startest eine Session am Laptop und tippst:
/rc
Im Terminal erscheint ein QR-Code. Den scannst du mit dem Handy, entweder über die Claude-App oder über claude.ai/code im Browser. Ab dem Moment gibst du deine Aufgaben vom Handy ein, und dein Laptop arbeitet zuhause weiter.
Das Praktische daran: Du sitzt auf der Couch, im Café oder im Zug und lässt deinen Rechner zuhause für dich arbeiten. Geht der Laptop in den Ruhemodus, bleibt die Session bestehen. Sobald er wieder aufwacht, macht Claude da weiter, wo es aufgehört hat.
Diese Funktion gibt es ab dem Pro-Plan, in Team- und Enterprise-Konten muss ein Admin sie einmal freischalten. Wenn du Claude Code eh schon täglich nutzt, ist das der Schritt, der es vom netten Werkzeug zu deinem Assistenten macht, den du immer dabeihast. Wie du sie einrichtest und was sie nicht kann, steht im Artikel über Claude Code vom Handy steuern.
Was du jetzt tun kannst
Mach Schritt eins heute Abend. Terminal auf, Node installieren, den einen Befehl eintippen, anmelden. Das ist die Hürde, die alle aufschieben, und sie ist in fünf Minuten genommen. Schritt zwei machst du direkt danach im ersten Projekt, das dir einfällt. Schritt drei kommt, sobald du merkst, dass du Claude gern auch unterwegs dabeihättest.
Du musst nicht alles auf einmal können. Ein sauberer Start reicht, und den hast du mit diesen drei Schritten.
Quellen
16. Juli 2026. KI-Tools, Preise und Funktionen ändern sich schnell. Vor wichtigen Entscheidungen den aktuellen Stand direkt beim Anbieter prüfen.
Transparenz. Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden und von mir geprüft. Genau mit diesen Workflows arbeite ich, und genau die zeige ich hier.
Einmal pro Woche per Mail
Im Newsletter fasse ich zusammen, welche KI-Tools sich lohnen und welche Neuigkeiten zählen. Verständlich, kostenlos.
Zum Newsletter