Tutorial · Claude Code

Claude Code /checkup: dein Setup in 5 Minuten aufräumen

Der neue /checkup-Befehl in Claude Code räumt ungenutzte Skills, langsame Hooks und aufgeblähte CLAUDE.md-Dateien auf. So läuft er, was er ändert und warum er vorher fragt.

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Georg Kinzel
9. Juli 2026

Boris Cherny baut Claude Code bei Anthropic mit. Wenn er ein neues Feature ankündigt, lohnt sich das Hinschauen. Diese Woche hat er auf Threads /checkup vorgestellt, einen Befehl, der dein Claude-Code-Setup aufräumt. Ich hab ihn direkt selbst laufen lassen. Hier steht, was er macht, wie er sich anfühlt und für wen er sich lohnt.

Kurz zum Problem, das er löst: Claude Code wird über Wochen langsam. Du installierst ein Skill hier, einen MCP-Server da, ein Plugin, das du einmal ausprobiert hast. Deine CLAUDE.md wächst mit jeder Regel, die dir einfällt. Nichts davon räumst du je wieder auf. Und alles zusammen liest Claude bei jedem Start mit. Genau da setzt /checkup an.

Was /checkup laut Ankündigung macht

Boris Cherny nennt sieben Aufgaben, die der Befehl abarbeitet:

  1. Ungenutzte Skills, MCP-Server und Plugins finden und rauswerfen, um Kontext zu sparen.
  2. Deine lokale CLAUDE.md gegen die eingecheckte CLAUDE.md abgleichen und Doppeltes entfernen.
  3. Eine große Root-CLAUDE.md in kleinere, verschachtelte CLAUDE.md-Dateien plus Skills aufsplitten.
  4. Langsame Hooks abschalten.
  5. Claude Code auf die neueste Version aktualisieren.
  6. Auto-Mode als Standard aktivieren.
  7. Häufig abgelehnte, read-only Befehle vorab freigeben.

Dazu ein paar weitere Kleinigkeiten. Der wichtigste Satz aus der Ankündigung: /checkup bestätigt jede Änderung vorher mit dir. Der Befehl ändert nichts im Alleingang.

Warum das der entscheidende Teil ist

Ein Aufräum-Tool, das ungefragt Dateien löscht, würde niemand zweimal starten. Deshalb ist die Bestätigung vor jedem Schritt der Grund, warum man /checkup überhaupt vertraut. Der Befehl sammelt seine Vorschläge, zeigt sie kompakt und fragt gebündelt nach, bevor er etwas anfasst. Du gehst die Liste durch und hakst ab, was weg darf. Was du behalten willst, bleibt.

Das ist auch der Unterschied zu einem simplen Skript, das nach Regeln putzt. /checkup schlägt vor, du entscheidest. Bei den Skills zum Beispiel: Wenn Claude nicht sicher verifizieren kann, ob ein Skill genutzt wird, sagt es das ehrlich und überlässt dir die Entscheidung, statt blind zu löschen.

So läuft er ab

Du tippst in Claude Code einfach:

/checkup

Danach arbeitet der Befehl die sieben Punkte der Reihe nach ab. Bei mir sah das so aus:

Skills und Plugins. Claude listet, was installiert ist, und markiert Kandidaten zum Rauswerfen: Duplikate, leere Skills, MCP-Server, die gar nicht verbunden sind. Bei mir waren zwei Skills dabei, die ich vor Monaten mal getestet und danach nie wieder angefasst hatte. Raus damit.

CLAUDE.md aufräumen. Der Befehl vergleicht deine globale CLAUDE.md mit der eingecheckten im Projekt. Regeln, die doppelt stehen, schlägt er zum Streichen vor. Wenn deine Projekt-CLAUDE.md sehr lang geworden ist, kommt der Vorschlag, einzelne Abschnitte in verschachtelte Dateien auszulagern, die nur dann geladen werden, wenn du in dem passenden Ordner arbeitest. Konkret benannt: welcher Abschnitt wohin.

Hooks. Claude liest deine Hooks und sucht die, die bei jedem Start oder jedem Prompt teuer laufen. Große Skripte, Netz-Aufrufe, Reads über einen ganzen Ordner. Für jeden nennt er die geschätzte Ersparnis und fragt, ob er ihn abschalten oder auf ein selteneres Event umhängen soll.

Version, Auto-Mode, Freigaben. Zum Schluss prüft er deine Version und schlägt bei Bedarf das Update vor. Er checkt, ob der Auto-Mode schon dein Standard ist, und bietet an, ihn zu setzen. Und er scannt deine History nach read-only Befehlen, die du ständig einzeln freigeben musst, etwa git status, ls oder grep, und schlägt eine Allowlist dafür vor. Nur lesende Befehle, nie welche, die schreiben oder löschen.

Was dir das bringt

Nach dem Durchlauf startet Claude Code schneller, weil weniger Ballast im Kontext liegt. Du wirst seltener nach Erlaubnis für harmlose Befehle gefragt. Und deine CLAUDE.md ist wieder eine Datei, die du selbst lesen kannst, statt einer zugewucherten Sammlung, in der du dreimal dasselbe stehen hast.

Das Schöne daran: Es ist ein Wartungs-Befehl, kein einmaliges Setup. Alle paar Wochen einmal /checkup, und dein Setup bleibt schlank, statt langsam zuzuwachsen. Ungefähr so wie ein Aufräum-Wochenende für die Werkstatt, nur dass es zehn Minuten dauert und dich vorher fragt, bevor es etwas wegwirft.

Für wen lohnt sich das?

Lohnt sich, wenn du Claude Code schon eine Weile nutzt und merkst, dass er träger startet als am Anfang. Wenn du mehrere Skills, MCP-Server oder Plugins installiert hast und ehrlich nicht mehr weißt, welche du davon eigentlich brauchst. Und wenn deine CLAUDE.md über die Zeit auf ein paar hundert Zeilen angewachsen ist.

Lohnt sich noch nicht, wenn du gerade erst mit Claude Code angefangen hast. Dann hast du schlicht noch nichts zum Aufräumen. Fang lieber sauber an. Wie du dir ein erstes, aufgeräumtes Aufgaben-Setup baust, zeigt der Guide zu Claude Code als Desktop-App.

Ehrlich noch dazu: /checkup ist neu, und wie bei jedem frischen Feature kann sich das Verhalten noch ändern. Weil er aber vor jeder Änderung fragt, ist das Risiko klein. Du siehst jeden Vorschlag, bevor er passiert, und lehnst ab, was dir nicht passt. Genau deshalb kann man ihn ohne Bauchweh starten.

Wenn dein Setup nach dem Aufräumen wieder sitzt, ist der logische nächste Schritt, das Gedächtnis von Claude bewusst zu füllen statt zufällig. Wie du das mit einer sauberen CLAUDE.md und einem echten Wissensspeicher machst, steht im Tutorial zum Gedächtnis von Claude Code.

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Quellen

  1. Boris Cherny (Claude Code, Anthropic) auf Threads
  2. Claude Code Overview (offizielle Doku)
  3. Slash Commands in Claude Code (offizielle Doku)

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Häufige Fragen

Ändert /checkup etwas an meinem Setup, ohne zu fragen?
Nein. Laut Ankündigung bestätigt /checkup jede Änderung vorher mit dir. Der Befehl sammelt Vorschläge, zeigt sie und wartet auf dein OK, bevor er eine Datei anfasst. Du kannst jeden Block einzeln ablehnen.
Brauche ich Programmierkenntnisse, um /checkup zu nutzen?
Nein. Du tippst /checkup ins Eingabefeld wie eine normale Nachricht. Claude erklärt jeden Vorschlag in Klartext, du bestätigst per Klick. Der Befehl ist eher etwas für Leute, die schon eine Weile mit Claude Code arbeiten und ein paar Skills oder Plugins angesammelt haben.
Warum wird mein Claude Code mit der Zeit langsamer?
Jedes installierte Skill, jeder MCP-Server und jede Zeile in der CLAUDE.md landet beim Start im Kontextfenster. Je mehr sich ansammelt, desto mehr liest Claude bei jedem Start mit. /checkup findet den Ballast, den du nicht mehr brauchst.