Du sitzt um neun am Rechner, arbeitest eine Stunde mit Claude Code, und dann kommt die Meldung: Limit erreicht. Du hast nichts Wildes gemacht. Ein paar Mails, ein Angebot, eine kleine Änderung an der Website. Wo ist das alles hin?
Claude Code hilft dir da nur ein Stück weit. /usage zeigt dir, wie voll der Balken ist, und auf Pro oder Max auch, wie viel davon auf Skills, Subagents oder Plugins ging. Welches Projekt den Balken gefüllt hat und was davon verschwendet war, siehst du dort nicht. Das zeigt dir CodeBurn.
CodeBurn ist ein kostenloses Open-Source-Tool von AgentSeal, MIT-Lizenz, das Repo hat 11.519 Sterne (Stand 20.10.2026). Es liest die Dateien, die Claude Code bei jeder Session auf deinem Rechner ablegt. In denen steht jeder Token und jeder Aufruf. Ein Konto brauchst du nicht, und deine Prompts bleiben auf deinem Rechner.
Wohin dein Limit geht
Zwei Sachen fahren bei jeder Nachricht mit. Beide stehen so in der Kosten-Doku von Anthropic.
Claude Code schickt bei jeder Nachricht dein komplettes Gespräch noch mal mit. Läuft ein Chat seit heute früh, zieht auch die kleinste Frage den ganzen Verlauf hinter sich her.
Dazu kommt deine CLAUDE.md, also die Datei mit deinen Regeln für Claude. Sie wird bei jedem Start geladen und fährt immer mit, auch wenn du gerade an etwas ganz anderem arbeitest. Anthropic rät, sie unter 200 Zeilen zu halten.
Welche der beiden Sachen bei dir zuschlägt, und was sonst noch, findet CodeBurn raus.
Was CodeBurn dir zeigt
- Den Überblick: Verbrauch nach Projekt, nach Modell und nach Aufgabe. Aufgabe heißt, was Claude gerade gemacht hat, etwa Programmieren, Fehlersuche oder Planen. Das liest CodeBurn aus der Session selbst.
- Die Verschwendung:
codeburn optimizegeht die letzten 30 Tage durch und listet, was Tokens kostet, ohne etwas zu bringen. Zum Beispiel eine Datei, die Claude bei jeder Runde neu liest, oder eineCLAUDE.md, die so lang geworden ist, dass sie jede Anfrage aufbläht. Dein Setup bekommt dazu eine Note von A bis F. - Dein Abo: Sagst du CodeBurn, ob du Pro oder Max hast, zeigt
codeburn quotadir, wie voll dein Fünf-Stunden-Fenster und dein Wochenlimit gerade sind und wann sie zurückgesetzt werden.
Die Note bewertet dein Setup, deinen Verbrauch bewertet sie nicht. Ein teurer Monat mit sauberem Setup bekommt trotzdem ein A.
Was du brauchst
- Claude Code, im Terminal angemeldet. Falls noch nicht: Claude Code in 10 Minuten startklar.
- Node.js 22.13 oder neuer. Node ist das Programm, mit dem CodeBurn läuft. Der Prompt prüft das für dich.
- Ein paar Tage mit Claude Code. Wer erst seit gestern dabei ist, hat noch nicht viel zum Auswerten.
Der Weg mit dem Prompt
Oben auf dieser Seite steht der Prompt im Kasten. Starte Claude Code in dem Ordner, in dem du am meisten arbeitest, und kopier ihn rein.
Der Ordner ist wichtig. Manche Fixes schreiben eine Regel in die CLAUDE.md des Ordners, in dem du gerade bist. Starte also im richtigen Projekt.
Claude geht dann so vor:
- Es prüft, ob Node.js da ist, und sagt dir, was fehlt.
- Es zeigt dir den Überblick über die letzten 30 Tage.
- Es lässt
optimizelaufen und erklärt dir die Note und jeden Fund in einem Satz. - Es zeigt dir, welche Fixes CodeBurn selbst übernehmen könnte. Übernommen wird nur, was du freigibst.
- Es fragt nach deinem Abo, trägt es ein und zeigt dir, wie voll deine Limits gerade sind.
- Zum Schluss fasst es zusammen, wohin deine Tokens gehen.
npx holt CodeBurn bei Bedarf und startet es. Fest installieren musst du dafür nichts.
Die Befehle von Hand
Du willst lieber selbst tippen? Die Befehle gehören in ein normales Terminal-Fenster.
npx codeburn
Öffnet das Dashboard, also die Übersicht direkt im Terminal. Mit den Pfeiltasten wechselst du den Zeitraum, von heute bis zu deiner ganzen Historie. Mit q beendest du es.
Willst du CodeBurn behalten, statt es jedes Mal neu zu laden, installierst du es fest mit npm install -g codeburn oder brew install codeburn. Danach reicht codeburn ohne npx davor.
codeburn optimize
Sucht die Verschwendung der letzten 30 Tage und gibt deinem Setup die Note. Dieser Befehl ändert nichts.
codeburn optimize --apply
Zeigt dir für jeden Fix, den CodeBurn selbst übernehmen kann, welche Datei es ändern würde, und fragt dich vorher. Du wählst alle, einzelne Nummern oder gar keine. Vor jeder Änderung legt CodeBurn eine Sicherung an. Gefällt dir das Ergebnis nicht:
codeburn act undo --last
Dann trägst du dein Abo ein. Für Pro claude-pro, für Max 20x claude-max, für Max 5x claude-max-5x:
codeburn plan set claude-max
codeburn quota
Der erste Befehl merkt sich dein Abo. Der zweite zeigt dir, wie voll deine Limits gerade sind.
Was du mit dem Ergebnis machst
CodeBurn sortiert seine Funde in drei Gruppen.
Fix now sind Sachen, die CodeBurn selbst für dich ändern kann. Die gehst du mit --apply durch.
Habits sind Gewohnheiten. Da gibt es keine Datei zum Ändern, der Fix ist, wie du die nächste Session startest. Das gilt laut CodeBurn auch für den Fund, dass Claude dieselbe Datei immer wieder liest. Die einfachste Gewohnheit kommt von Anthropic selbst: Tipp /clear, wenn du zu einer anderen Aufgabe wechselst. Das räumt den alten Verlauf weg, und die nächste Frage schleppt ihn nicht mehr mit.
FYI ist nur zur Info. Das kann Geld sein, das sich gelohnt hat. Das entscheidest du.
Meckert CodeBurn über deine CLAUDE.md, kürz sie. Anthropic rät, Anleitungen für einzelne Abläufe in Skills auszulagern, weil Skills erst geladen werden, wenn du sie brauchst. Wie du die Datei kürzt, steht in CLAUDE.md kürzen.
Eine Zahl, wie viel du am Ende sparst, kann ich dir nicht versprechen. CodeBurn schreibt unter optimize eine eigene Zeile mit dem möglichen Sparpotenzial für deine 30 Tage. Und es prüft sich selbst. Ein paar Tage nach einem Fix zeigt codeburn act report, was er versprochen und was er wirklich gebracht hat. Auch Fixes, die nichts gebracht haben, stehen da drin.
Was hält
CodeBurn ändert ohne dein OK keine Datei. optimize schaut nur. Erst --apply schreibt, und auch das nur nach Rückfrage und mit Sicherung.
Deine Daten bleiben bei dir. Die README sagt, dass Prompts, Code und Projektnamen deinen Rechner nicht verlassen und das Kommandozeilen-Tool keine Nutzungsdaten sendet. Raus gehen nur die Preisliste, einmal am Tag, und bei quota die Abfrage deiner Limits bei Anthropic.
Zwei Sachen solltest du wissen. Die Dollarbeträge sind ein Rechenwert zum API-Preis. Auf Pro oder Max zahlst du weiter dein festes Abo, die Zahl dient nur zum Vergleichen. Und CodeBurn liest nur, was auf deinem Rechner liegt. Was du im Browser auf claude.ai chattest, taucht in den Tabellen nicht auf. Im Limit von quota steckt es trotzdem mit drin, weil diese Zahl direkt von Anthropic kommt.
Zum Stöbern
- CodeBurn auf GitHub (getagentseal/codeburn)
- Alle Befehle im Überblick
- Was optimize prüft und was —apply ändert
Du willst ohne Extra-Tool aufräumen? Wie das mit den eingebauten Befehlen /usage und /doctor geht, steht in Claude-Limit aufräumen mit /usage und /doctor.
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Quellen
20. Oktober 2026. KI-Tools, Preise und Funktionen ändern sich schnell. Vor wichtigen Entscheidungen den aktuellen Stand direkt beim Anbieter prüfen.
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