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Imagefilm mit KI erstellen: Claude baut ihn mit einem Befehl

Mit dem Open-Source-Skill brag baut Claude Code aus deinem Projekt oder einer Website einen fertigen Imagefilm mit Musik. Installation, Befehle und was ich beim ersten Film für claude eyes gelernt habe.

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Georg Kinzel
27. September 2026
Imagefilm mit KI erstellen: Claude baut ihn mit einem Befehl

Ein Imagefilm für ein neues Produkt heißt normalerweise: Agentur briefen, Wochen warten, Rechnung bezahlen. Ich hab’s diesmal anders gemacht. Ich hab Claude einen Befehl gegeben, und zwölf Minuten später lag ein fertiger Film mit Musik auf meinem Rechner.

Das Werkzeug dafür heißt brag. Auf Deutsch heißt das so viel wie „angeben“, und genau dafür ist es gebaut: Du hast etwas gebaut, jetzt zeigst du es her. Der Skill ist Open Source und hat auf GitHub gerade über 8.000 Sterne.

Was brag macht

Du startest brag in einem Projektordner, zum Beispiel dem deiner Website, deiner App oder deines Tools. Claude liest dann selbst, was da ist: die Texte, die Farben, die Bilder, die wichtigsten Seiten. Daraus plant es einen Film mit Aufhänger, zwei oder drei Highlights und einem Schluss, und am Ende rendert es ihn.

Das Ergebnis liegt in einem Ordner brag-output/:

Der Skill hat ein paar feste Regeln, die ich gut finde. Der Film zeigt dein echtes Produkt und keine Stockbilder. Allgemeines Marketing-Blabla wie „optimiere deinen Workflow“ ist ausdrücklich verboten. Und jeder Text bleibt so lange stehen, dass man ihn lesen kann.

Die zwei Varianten: brag und brag-slim

Es gibt den Skill in zwei Fassungen. brag (klassisch) plant den Film und übergibt den Bau an HyperFrames. Das ist ein Werkzeug von HeyGen, das aus HTML fertige Videos macht. HyperFrames gibt es auch einzeln als Plugin, mit dem Claude dein Video mit HyperFrames schneidet. Musik und Soundeffekte liefert brag mit, auf Wunsch auch einen Sprecher.

brag-slim ist die schlanke Fassung für Opus 5.5. Hier baut Claude den kompletten Film selbst, mit den Programmen, die auf deinem Rechner schon drauf sind: Bild, Animation, Musik, Schnitt. HyperFrames braucht es dafür nicht.

Den Wechsel musst du nicht selbst machen. Läuft Claude auf Opus 5.5, schaltet /brag von allein auf die schlanke Variante um und sagt dir das in einer Zeile. Willst du trotzdem den klassischen Weg, tippst du /brag --full.

brag-slim kann noch etwas, das für Agenturen und Selbstständige interessant ist: Du musst kein eigenes Projekt haben. Du gibst ihm einfach eine Website-Adresse, und es holt sich Texte, Farben, Logo und Bilder direkt von der Seite. Damit bekommt auch die Website eines Kunden ihren eigenen Film.

Installieren

In Claude Code, zwei Zeilen:

/plugin marketplace add latent-spaces/brag
/plugin install brag@brag

Damit hast du beide Varianten. Mit Codex, Cursor oder einem anderen Agenten geht es im Terminal:

npx skills add https://github.com/latent-spaces/brag --skill brag

Das brauchst du vorher: Node ab Version 22 und ffmpeg. Für den klassischen Weg kommt HyperFrames dazu, ob das sitzt, prüfst du mit npx hyperframes doctor.

Die Befehle

Im Projektordner reicht ein Satz:

let's /brag

Oder du gibst gleich die Richtung vor:

/brag --tone cinematic --format vertical

Die wichtigsten Stellschrauben dabei:

Mein erster Film: claude eyes

Ausprobiert habe ich brag an meinem eigenen Plugin claude eyes. Damit kann Claude sich Videos wirklich anschauen, also die Bilder sehen und hören, was gesagt wird.

Der erste Lauf ging schnell. Ein Befehl, zwei, drei Sätze dazu, worum es gehen soll, und nach zwölf Minuten stand ein fertiger Film mit eigener Musik. Claude hat dafür das Maskottchen aus dem Repo genommen, es vor einen Röhrenfernseher gesetzt und auf dem Fernseher eins meiner Reels laufen lassen. Darauf wäre ich selbst nicht gekommen.

Gepasst hat der erste Entwurf trotzdem nicht. Er war zu technisch: Terminal-Befehle, Bild-Raster, Zeitstempel. Entwickler hätte das interessiert, alle anderen hätten weitergescrollt. Also hab ich nachgeschärft, und zwar nur mit Sätzen, ohne selbst etwas anzufassen:

  1. Querformat und alles auf Deutsch.
  2. Schrift größer, damit man den Film auf dem Handy im Splitscreen lesen kann.
  3. Nutzen statt Technik: Jede Szene zeigt einen Vorteil für den Anwender, kein Code mehr im Bild.
  4. Echte Beispiele statt Platzhaltern. Die Zusammenfassung, die Notizen und die gefundene Stelle im Film stammen jetzt aus einem echten Reel von mir.

Jede Runde hat ein paar Minuten gedauert. Der fertige Film zeigt jetzt, was claude eyes für dich tut: Videos zusammenfassen, verstehen, warum ein Reel funktioniert, eine bestimmte Stelle finden und aus jedem Video Notizen machen.

Mein Tipp: Sag ihm gleich, was der Film verkaufen soll

brag liest dein Projekt und sucht sich selbst einen Aufhänger. Bei einem Werkzeug für Entwickler landet es dabei schnell bei der Technik, weil die im Code am lautesten ist. Das kannst du dir sparen, wenn du die Richtung gleich mitgibst:

/brag Zeig die Vorteile für den Anwender, kein Code im Bild. Querformat, deutsche Texte, große Schrift.

Damit ist schon der erste Lauf näher an dem, was du willst. Ein paar Runden Nachschärfen gehören trotzdem dazu, bei einem echten Imagefilm wäre das nicht anders.

Und wenn der Film für Instagram gedacht ist: Hör dir den Ton an, bevor du postest. Die Musik baut Claude in der schlanken Variante selbst zusammen, und das Anhören kann es dir nicht abnehmen.

Was du jetzt tun kannst

Nimm das Projekt, auf das du gerade am meisten stolz bist, oder die Website deines Unternehmens. Installier brag, gib ihm einen Satz Richtung mit und schau, was rauskommt. Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Entwurf, den du verwirfst.

Den Skill findest du auf GitHub unter latent-spaces/brag. Und wenn du willst, dass Claude sich deine Videos auch anschauen kann, liegt mein Plugin unter epictaste/claude-eyes. Wie du es einrichtest, steht hier.

Quellen

  1. GitHub: latent-spaces/brag
  2. brag Launch-Seite
  3. HyperFrames von HeyGen
  4. GitHub: epictaste/claude-eyes

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Transparenz. Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden und von mir geprüft. Das Beitragsbild ist KI-generiert. Genau mit diesen Workflows arbeite ich, und genau die zeige ich hier.

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Häufige Fragen

Was kostet brag?
Der Skill ist Open Source und kostet nichts. Das Video entsteht auf deinem Rechner, ein Abo für ein Video-Tool brauchst du nicht. Was Claude beim Bauen verbraucht, geht von deinem normalen Claude-Kontingent ab.
Brauche ich ein eigenes Projekt oder reicht eine Website?
Beides geht. Im Projektordner liest brag deinen Code, deine Texte und Bilder. Mit brag-slim kannst du stattdessen eine Website-Adresse übergeben, dann holt es sich Texte, Farben, Logo und Bilder von der Seite.
Was ist der Unterschied zwischen brag und brag-slim?
Das klassische brag plant den Film und lässt HyperFrames von HeyGen das Video bauen, mit mitgelieferter Musik und Soundeffekten. brag-slim baut alles selbst mit dem, was auf deinem Rechner schon installiert ist, inklusive eigener Musik. Läuft Claude auf Opus 5.5, nimmt brag automatisch die schlanke Variante. Mit /brag --full erzwingst du die klassische.
Kann ich das Video auch hochkant für Reels machen?
Ja. Mit --format vertical bekommst du 1080 mal 1920, mit --format square ein quadratisches Video. Standard ist Querformat mit 1920 mal 1080.