Semrush und Ahrefs sind die Standardwerkzeuge im SEO, und beide kosten in ihren kleinsten Plänen über hundert Euro im Monat. Für Agenturen ist das Kleingeld. Für jemanden, der eine eigene Website betreibt oder nebenbei ein paar Kunden hat, ist es der Punkt, an dem SEO einfach nicht stattfindet.
Auf GitHub liegt seit ein paar Monaten ein Projekt, das genau das angeht: OpenSEO. Knapp 9.900 Sterne, MIT-Lizenz, gebaut von den Leuten hinter every-app. Der Anspruch steht direkt in der Beschreibung: offene Alternative zu Semrush und Ahrefs.
Was drin ist
OpenSEO deckt die Arbeitsschritte ab, für die die meisten Leute so ein Tool überhaupt aufmachen:
- Keyword-Recherche
- Ranking-Verfolgung
- Backlink-Analyse
- Wettbewerber-Einblicke
- Site-Audits
- KI-Sichtbarkeit, also die Frage, ob dich ChatGPT und Co. überhaupt kennen
Der letzte Punkt ist der interessanteste, weil er bei den etablierten Tools erst langsam nachwächst. Suchverkehr verlagert sich gerade in Richtung KI-Antworten, und wer da nicht auftaucht, verliert Reichweite, ohne es in der Google-Konsole zu sehen.
Warum es günstiger ist
Die Kosten sind anders aufgeteilt. Die Software selbst ist umsonst, du lädst sie dir und lässt sie auf deinem Rechner laufen. Geld kosten die SEO-Daten, und die holt OpenSEO über einen Anbieter namens DataForSEO. Dort legst du dir einen eigenen Zugang an und zahlst pro Abfrage, meist Centbeträge.
Heißt: In einem Monat, in dem du nichts recherchierst, zahlst du nichts. Bei Semrush läuft die Abbuchung weiter, egal ob du dich eingeloggt hast.
Wer sich die Installation sparen will, kann die gehostete Version auf openseo.so nutzen, die kostet zehn Dollar im Monat. Das Projekt legt offen, wie es daran verdient: Auf jede Datenabfrage kommen 28 Prozent Aufschlag.
Claude kann direkt drauf zugreifen
OpenSEO bringt einen MCP-Server mit. MCP ist die Schnittstelle, über die KI-Werkzeuge wie Claude Code an externe Daten kommen. Angeschlossen bedeutet das: Du fragst Claude, wonach die Leute in deiner Nische suchen, und Claude schaut selbst nach, statt zu raten.
Dazu liefert das Projekt fertige Agent Skills mit, also vorbereitete Abläufe für wiederkehrende SEO-Aufgaben. Und weil alles offen ist, kannst du dir eigene bauen, die genau deinen Ablauf abbilden.
Für mich ist das der eigentliche Unterschied zu Semrush. Ein klassisches SEO-Tool zeigt dir Zahlen in einer Oberfläche, den Rest machst du selbst. Hier bekommt der Assistent, mit dem du ohnehin arbeitest, Zugriff auf dieselben Zahlen.
Wie du reinkommst
Der einfache Weg läuft über Docker auf deinem eigenen Rechner, die Anleitung liegt im Repo unter docs/SELF_HOSTING_DOCKER.md. Wer es im Team oder von mehreren Geräten aus nutzen will, nimmt den Cloudflare-Weg, der laut Doku auch im Gratis-Tarif funktioniert. In beiden Fällen brauchst du den DataForSEO-Zugang, sonst hast du eine leere Oberfläche.
Für wen sich das lohnt
Wenn du eine eigene Seite betreibst, selbstständig bist oder ein paar Kunden nebenbei hast, ist OpenSEO der günstigste Einstieg ins SEO, den ich gerade kenne. Du zahlst für Abfragen statt für ein Abo, und du kannst deinen KI-Assistenten direkt drauflegen.
Große Agenturen mit Team-Funktionen und Kundenreports werden Lücken finden, das Projekt bleibt bewusst schlank. Für alle anderen reicht es. Repo: every-app/open-seo.
Quellen
1. August 2026. KI-Tools, Preise und Funktionen ändern sich schnell. Vor wichtigen Entscheidungen den aktuellen Stand direkt beim Anbieter prüfen.
Transparenz. Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden und von mir geprüft. Genau mit diesen Workflows arbeite ich, und genau die zeige ich hier.
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