Tutorial · Claude Code

Claude Code vom iPhone freigeben: Coucou einrichten

Claude Code wartet auf dein OK und du merkst es nicht? Coucou meldet es in der Notch deines Macs und auf dem iPhone, Freigabe per Face ID. Ein Prompt richtet es ein.

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Georg Kinzel
20. Oktober 2026

Du gibst Claude Code eine Aufgabe und machst in der Zeit was anderes. Mails, Kaffee, ein Anruf. Irgendwann braucht Claude dich: Er will einen Befehl ausführen und fragt, ob er darf. Oder er hat eine Rückfrage. Oder er ist längst fertig. Das Terminal-Fenster liegt irgendwo im Hintergrund, du siehst es nicht, und die Arbeit steht still, bis du zufällig wieder reinschaust.

Dafür gibt es Coucou. Die kleine App setzt eine Figur namens Mochi in die Notch deines Macs, also die schwarze Aussparung oben in der Mitte des Bildschirms. Dort siehst du live, was Claude gerade liest, ändert und ausführt. Braucht er dein OK, klickst du direkt in der Notch. Bist du weg vom Mac, landet die Anfrage auf deinem iPhone, bis auf den Sperrbildschirm, und du gibst sie per Face ID frei.

Coucou ist kostenlos und Open Source unter MIT-Lizenz. Gebaut hat es der Entwickler Louis Raillé, das Repo gibt es seit dem 27. September 2026 und es hat über 5.500 Sterne auf GitHub (Stand 20.10.2026).

Was Coucou mit Claude Code macht

Coucou hängt sich über Hooks an Claude Code. Hooks sind kleine Einträge in deiner Claude-Code-Einstellungsdatei, die bei bestimmten Ereignissen ein Programm anstoßen, hier ein winziges Skript, das Coucou Bescheid gibt. Darüber bekommt die App mit:

Wie oft Claude überhaupt nach Freigaben fragt, hängt von deinem Modus ab. Seit Version 2.1.283 ist der Auto-Modus der Startmodus von Claude Code, sofern dein Modell ihn unterstützt, und Claude fragt seltener. Rückfragen und das Ende einer Aufgabe bleiben, und auch da wartet Claude auf dich.

Was du brauchst

Coucou gibt es in zehn Sprachen, Deutsch ist nicht dabei. Die Knöpfe und Menüs heißen deshalb auf Englisch, und so stehen sie auch hier im Text.

Der schnelle Weg: der Prompt oben

Ganz oben auf dieser Seite steht ein Prompt. Öffne Claude Code in irgendeinem Ordner, kopier den Prompt rein und schick ihn ab. Claude prüft dann deine macOS-Version, lädt Coucou direkt aus dem offiziellen GitHub-Repo, schiebt die App in deinen Programme-Ordner und prüft, ob sie von Apple signiert ist. Danach startet er sie.

Zwei Sachen kann Claude nicht für dich machen. Den Knopf, der Coucou mit Claude Code verbindet, klickst du selbst in der App. Der Prompt lässt Claude diese Datei bewusst nicht selbst anfassen. Coucou legt vorher eine Sicherungskopie deiner Einstellungsdatei an und zeigt dir die Änderung, bevor es sie schreibt. Und an dein iPhone kommt Claude nicht ran. Für beides gibt dir der Prompt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, und nach deinem Klick prüft Claude, ob die Verbindung steht.

Der Weg von Hand

Wenn du lieber selbst klickst, sind es vier Schritte:

  1. Lade die Datei Coucou.zip aus den Releases auf GitHub. Nimm das neueste Release, dessen Name mit „Coucou“ und einer Versionsnummer anfängt, ohne „Windows“, „Linux“ oder „Android“. Beim Schreiben war das Version 0.5.1 vom 18. Oktober 2026.
  2. Entpack die Datei mit einem Doppelklick und zieh Coucou.app in deinen Programme-Ordner.
  3. Starte Coucou. Fragt macOS, ob du die App öffnen willst, klick auf „Öffnen“. Laut Entwickler ist die App mit einer Apple Developer ID signiert und von Apple geprüft.
  4. Öffne die Einstellungen von Coucou. Seit Version 0.4 hat die App ein eigenes Fenster im Dock, die Einstellungen liegen dort unter „Notch“ (oder du drückst Cmd und Komma). Geh auf „Claude Code“ und klick auf „Install hooks“. Coucou zeigt dir die Änderung an deiner Datei ~/.claude/settings.json und speichert vorher eine Kopie.

Starte danach eine neue Claude-Code-Sitzung. Sobald Claude loslegt, siehst du Mochi in der Notch.

Mochi auf dem iPhone

Die iPhone-App ist im Moment eine Beta über TestFlight. TestFlight ist Apples eigene App zum Testen von Apps, die noch nicht im App Store sind. Die Beta ist kostenlos, Apple begrenzt sie auf 10.000 Tester. Die App-Store-Version hat der Entwickler angekündigt, ein Datum gibt es nicht.

  1. Lade TestFlight aus dem App Store.
  2. Öffne auf dem iPhone den Link zur Coucou-Beta und installier die App.
  3. Am Mac in Coucou: Einstellungen, dann „General“, Abschnitt „iPhone“. Schalte „Show my agent sessions on my iPhone“ ein. Für den Sperrbildschirm kommt „Move Mochi to my iPhone’s Dynamic Island when my Mac is locked“ dazu.
  4. Prüf, dass Mac und iPhone mit demselben Apple Account in iCloud angemeldet sind. Mehr Kopplung gibt es nicht, kein Konto und kein Code.
  5. Öffne Coucou auf dem iPhone und erlaube Mitteilungen. Darüber kommen Freigaben, Fragen und die Meldung, dass Claude fertig ist.

Zum Testen startest du am Mac eine Claude-Code-Sitzung. Nach ein paar Sekunden taucht sie auf dem iPhone auf. Sperrst du den Mac, während Claude arbeitet, wandert Mochi auf den Sperrbildschirm deines iPhones. Hat dein iPhone eine Dynamic Island, sitzt er auch dort. Entsperrst du den Mac, kommt er zurück in die Notch.

Taucht nichts auf, hilft meistens einer dieser Punkte: falscher Apple Account auf einem der Geräte, der iPhone-Schalter am Mac ist aus, oder du ziehst in der App die Agenten-Liste einmal nach unten, damit sie neu lädt. Die ganze Fehlersuche steht in der iPhone-Anleitung im Repo.

Erst mal reinschnuppern: der Demo-Modus

Du willst sehen, wie sich das anfühlt, bevor du irgendwas an Claude Code änderst? Coucou hat einen Demo-Modus. Er braucht keinen API-Key, kein Claude Code und keine Einrichtung. Öffne die Einstellungen, geh auf „General“, dann „Demo“, und klick auf „Try demo mode“.

Coucou spielt dann eine vorbereitete Sitzung ab: Claude arbeitet, eine Freigabe-Anfrage kommt, eine Rückfrage, dazu ein paar Beispiel-Anzeigen. Laut Entwickler schreibt die Demo nichts auf deine Festplatte und legt keine Hooks an. Wenn du sie beendest, ist alles wieder wie vorher.

Freigaben vom Handy: wie sicher ist das?

Wer Befehle vom Sperrbildschirm aus erlaubt, sollte wissen, was dahinter passiert. Das steht in der README und der iPhone-Doku:

Im iPhone-Abschnitt am Mac gibt es noch einen dritten Schalter: „Let my iPhone send instructions to Claude Code“. Damit schickst du Claude vom Handy aus die nächste Aufgabe. Für Freigaben brauchst du ihn nicht, und es gibt ihn nur in der GitHub-Version der Mac-App. Lass ihn aus, bis du ihn willst.

Was hält und was du wissen solltest

Was hält: Das Problem ist echt, und Coucou packt es an der richtigen Stelle. Die Freigabe landet da, wo du gerade bist, und Allow geht nur mit Face ID. Der Code ist offen, die App kostet nichts, und das Setup ist in einer Viertelstunde durch.

Was du wissen solltest: Coucou ist jung und ändert sich ständig. Von der ersten Version am 27. September bis Version 0.5.1 am 18. Oktober 2026 sind 18 Mac-Versionen erschienen. Menünamen können sich also verschieben. Wenn ein Knopf hier anders heißt als bei dir, gewinnt die README auf GitHub. Die iPhone-App ist noch eine Beta. Und Coucou kann inzwischen viel mehr als Claude überwachen: Diktieren, Gesprächsnotizen, WhatsApp, Spotify, Krypto-Kurse. Für diesen Zweck brauchst du davon nichts, das kannst du alles ignorieren.

Zum Stöbern

Du willst Claude vom Handy aus ganze Aufgaben schicken? Dafür gibt es Remote Control direkt von Anthropic, oder du verbindest Claude Code mit Telegram.

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Quellen

  1. GitHub: Louis-CFM/coucou (README, MIT-Lizenz)
  2. Coucou auf dem iPhone: Einrichtung, Datenschutz, Fehlersuche (docs/IPHONE.md)
  3. Release Coucou 0.5.1 für macOS (18.10.2026)
  4. Coucou: alle Änderungen pro Version (CHANGELOG.md)
  5. Coucou-Website
  6. Coucou: Datenschutzerklärung
  7. Claude Code Docs: Permission modes

20. Oktober 2026. KI-Tools, Preise und Funktionen ändern sich schnell. Vor wichtigen Entscheidungen den aktuellen Stand direkt beim Anbieter prüfen.

Transparenz. Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden und von mir geprüft. Genau mit diesen Workflows arbeite ich, und genau die zeige ich hier.

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Häufige Fragen

Kann ich Claude Code vom iPhone aus freigeben?
Ja, mit Coucou. Die Mac-App schickt Freigabe-Anfragen von Claude Code über deine eigene iCloud an die iPhone-App. Dort tippst du auf Allow oder Deny, direkt in der Mitteilung, auf dem Sperrbildschirm oder in der App. Allow verlangt jedes Mal Face ID. Die iPhone-App ist im Moment eine kostenlose TestFlight-Beta, die App-Store-Version ist angekündigt.
Was kostet Coucou?
Nichts. Der Code steht unter MIT-Lizenz auf GitHub, die Mac-App lädst du dort kostenlos herunter, und die TestFlight-Beta fürs iPhone ist auch kostenlos. Name, Figur und Sounds gehören dem Entwickler Louis Raillé, die darfst du nur nicht in einem eigenen Nachbau weiterverteilen.
Sieht Coucou meine Projekte und Befehle?
Laut Entwickler nicht. Die Sitzungen gehen von deinem Mac in deine private iCloud-Datenbank und von dort aufs iPhone. Projektnamen, Befehle und Fragen sind mit deinen iCloud-Schlüsseln verschlüsselt. Für die Anzeige auf dem Sperrbildschirm läuft ein kleiner Dienst dazwischen, der nur den Namen des Agenten und seinen Zustand sieht. Coucou hat kein Konto und keine Telemetrie.
Blockiert Coucou Claude Code, wenn die App mal nicht läuft?
Nein. Läuft Coucou nicht, beendet sich der Hook sofort und Claude Code arbeitet normal weiter. Eine Freigabe-Anfrage auf dem iPhone verfällt außerdem nach zwei Minuten.
Geht das auch ohne Notch, zum Beispiel am iMac oder Mac mini?
Ja. Ohne Notch sitzt Mochi in einer kleinen Leiste oben am Bildschirm. Das gilt auch, wenn dein MacBook zugeklappt an einem externen Monitor hängt.
Gibt es Coucou auch für Windows und Android?
Ja, für Windows 10 und 11 und für Linux. Die Android-App verbindet sich aber nur mit Coucou auf Windows oder Linux, über dein WLAN. Mit dem Mac klappt Android nicht, dort ist das iPhone der Partner.